Rehabilitations- ziele bezogen auf Kontext- faktoren


Art und Ausmaß der funktionalen Problematik können durch Kontextfaktoren (Umweltfaktoren und personbezogene Faktoren) verstärkt oder vermindert werden, so dass diese bei der Bestimmung der Rehabilitationsziele zu berücksichtigen sind.


Im Hinblick auf die umweltbezogenen Faktoren können u.a. Gespräche mit dem Arbeitgeber bzw. den Bezugspersonen erforderlich sein, mit dem Ziel, die Umweltbedingungen an verbleibende Beeinträchtigungen der Aktivitäten des Rehabilitanden anzupassen (Adaptation), z.B. durch:

 

  • Ausstattung mit Mobilitätshilfen und technischen Hilfen
  • geeignete Gestaltung der häuslichen Umgebung
  • Planung ergonomischer Arbeitsplatzanpassung

 

Auch unter Berücksichtigung personbezogener Faktoren ist es Aufgabe der Rehabilitation, somatische, psychische und soziale Auswirkungen der Erkrankung abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder die Folgen zu mildern. Der Rehabilitand wird angeleitet mit Krankheitsauswirkungen zu leben (Coping), negativ wirkende Kontextfaktoren zu vermeiden, zu beseitigen bzw. deren Wirkungen zu vermindern und positiv wirkende Kontextfaktoren individuell bestmöglich zu unterstützen und nutzbar zu machen. Rehabilitationsziele in diesem Sinne sind z.B.:

 

  • Verbesserung des Informationsstandes über die Krankheit
  • Entwicklung von Strategien zum Abbau von Risikoverhalten (z.B. Rauchen, Alkoholmissbrauch, Übergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel, körperliche und psychische Überforderung)
  • Erlernen und Anwendung von Entspannungstechniken


Die speziellen Zielsetzungen können für jeden Patienten eine unterschiedliche Gewichtung haben. Zusammenfassend werden im Therapiekonzept der Orthopädischen Abteilung der Brandenburg Klinik somatische, funktionsbezogene, psychosoziale und edukative Therapieziele einbezogen.